Auf den Reisen nach Japan Wanderwege erkunden

Wandern in Japan ist ein junger Trend. Während man noch vor einigen Jahren die Japan Rundreise gebucht hat um sich möglichst viele Museen und Tempel zu besichtigen, die auch heute noch sehr interessant sind, so buchen heute immer mehr interessierte Touristen die Reisen nach Japan und verbringen dann einen ganz besonderen Urlaub in Japan. Wandern auf den Spuren der Pilgerer ist in Japan nicht nur sehr aufregend, sondern auch populär. Seit der Buddhismus immer mehr Europäer fasziniert, investieren auch deutsche Urlauber viel Zeit, sich mit dieser Glaubensrichtung zu befassen. Nicht, um die Religion zu wechseln, sondern um sich fortzubilden. Während solcher Reisen werden Touristen, die sich für die sehr alten Wege interessieren, die Pfade des Mönches Kobo Daishi finden. Kobo Daishi ist auf der Insel Shikoku geboren. Wanderer, die sich für eine Japan Rundreise entschieden haben, können Shikoku leicht mit dem Shinkansen, dem Hochgeschwindigkeitszug, erreichen.

Der Pfad der Pilgerer ist zu lang, als dass man ihn während der Reisen nach Japan vom Anfang bis zum Ende begehen könnte. Insgesamt sind es 1200 km, die man begehen und 88 Tempel, die man besichtigen müsste. Der Mönch Kobo Daishi hat die Strecke tatsächlich bewandert. Für die Touristen gibt es während der Japan Rundreise genügend Teiletappen, die sie bewandern können. Wer jedoch gut zu Fuß ist und mindestens 40 Tage Zeit hat, der könnte die Gesamtstrecke während der Reisen nach Japan schaffen.

Urlauber, die sich dem Glauben verbunden fühlen, sollten es den anderen Pilgern gleich tun, denn alle Pilgerer tragen auf den Pfaden weiße Kleidung, einen Hut aus Stroh und den Pilgerstab, an dem man überall auf der Welt den Pilgerer erkennen kann. Pilgern ist zwar zur Zeit auch in Europa im Trend und so gibt es unzählige Veröffentlichungen und Vorträge von Deutschen, die sich auf anstrengende Pilgertouren begeben haben. Mitreden kann dann jeder, der es selbst getan hat. Pilgern ist anstrengend, aufregend und informativ.

Wer weite Strecken wandert, der begibt sich zurück zu den Wurzeln, denn das Wandern liegt dem Menschen im Blut. In der heutigen Zivilisation ist es jedoch auch ganz besonders anstrengend. „Die Seele läuft sich wund“, lernt der Wanderer nach etwa einer Woche. Tagesetappen von bis zu 50 km sind für erfahrene Wanderer durchaus zu absolvieren. Der Begleiter ist die Stille und am Ende wartet die Erkenntnis über die eigenen Schwächen und Stärken, ungeschminkt und doch schmeichelnd, für die, die es geschafft haben.

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